Wie KI komplexe Nutzerfragen interpretiert und was das fĂĽr die Sichtbarkeit bedeutet
Stellen Sie sich vor: Ein Hausbesitzer steht vor seinem tropfenden Wasserhahn. FrĂĽher hätte er „Wasserhahn reparieren Hannover“ gegoogelt. Heute? Er zĂĽckt sein Smartphone, fotografiert das Problem und fragt: „Kann ich das selbst reparieren oder brauche ich einen Profi?“
Wenn Ihre Website nur auf das Keyword „Wasserhahn reparieren“ optimiert ist, existieren Sie fĂĽr diesen Kunden nicht mehr. Während Ihre Konkurrenz den Auftrag bekommt, wundern Sie sich, warum die Anfragen zurĂĽckgehen.
Die Wahrheit ist: Die Spielregeln haben sich geändert. Und zwar drastischer, als die meisten Unternehmer es wahrhaben wollen.
Key Takeaways
- Multimodale Suchanfragen, die Text und Bilder kombinieren, sind auf dem Vormarsch und verändern die Art und Weise, wie KI Nutzerfragen versteht und beantwortet.
- Nutzerintention ist entscheidender als die bloĂźe WortĂĽbereinstimmung. Es geht nicht mehr nur darum, was der Nutzer sagt, sondern warum er es sagt.
- Die Strukturierung von Inhalten muss jetzt mehrdimensional sein: Text und visuelle Inhalte müssen zusammen eine kohärente, kontextuell sinnvolle Antwort bieten.
- Traditionelles SEO bleibt Basis – nur rein keywordgetrieben funktioniert es immer seltener.
Die unbequeme Realität: Was sich 2025/2026 für Ihre Sichtbarkeit verändert hat
Multimodale Suchanfragen sind keine Zukunftsmusik mehr – sie sind Gegenwart
Ihre potenziellen Kunden suchen heute so:
Bild + Frage: Foto vom kaputten Gerät + „Was ist das Problem?“
Sprache + Kontext: „Welcher Handwerker in meiner Nähe kann das heute noch reparieren?“
Kombinierte Anfragen: Screenshot einer Fehlermeldung + „Was bedeutet das?“
KI-Systeme wie ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity berücksichtigen dabei neben dem Wortlaut auch Kontext und mögliche Intention. Sie verstehen nicht nur Worte, sondern Intention, Dringlichkeit und Kontext.
Das Problem für Sie: Wenn Ihre Website nicht für diese Art von Anfragen optimiert ist, sinken Ihre Chancen auf Sichtbarkeit – selbst wenn Ihr Service top ist.
Der Unterschied, der über Ihren Geschäftserfolg entscheidet
FrĂĽher (Keyword-basiert):
Kunde sucht: „Heizung defekt“
System zeigt: Websites mit diesem Keyword
FrĂĽher reichten klare Keywords und saubere Onpage-Signale.
Heute sind sie nur noch die Eintrittskarte – nicht mehr der Wettbewerbsvorteil.
Heute (Intention-basiert):
Kunde fragt: „Meine Heizung macht komische Geräusche und wird nicht warm – ist das gefährlich?“
KI analysiert: Notfall, technisches Problem, Sicherheitsbedenken, sofortiger Handlungsbedarf
System bevorzugt: Websites, die diese spezifische Situation adressieren und Lösungen bieten
Sehen Sie den Unterschied? Es geht nicht mehr darum, das richtige Keyword zu haben. Es geht darum, die richtige Antwort auf die tatsächliche Frage zu geben.
Warum klassische SEO nicht mehr reicht
Die drei kritischen Schwachstellen traditioneller SEO-Strategien
1. Visuelle Blindheit
Ihre Website kann noch so viel Text ĂĽber „Wasserhahn-Reparatur“ enthalten – wenn ein Kunde ein Bild hochlädt, versteht Ihre Seite nicht, was sie sieht. KI-Systeme schon.
2. Kontext-Ignoranz
„Notdienst“ ist nicht gleich „Notdienst“. Ein ĂĽbergelaufenes Bad um 22 Uhr hat eine andere Dringlichkeit als ein tropfender Hahn am Dienstagvormittag. Klassische SEO kennt diesen Unterschied nicht.
3. Intentions-LĂĽcke
Jemand, der nach „Wasserhahn Modelle“ sucht, will kaufen. Jemand, der fragt „Welcher Wasserhahn passt zu meinem Waschbecken?“ braucht Beratung. Unterschiedliche Intentionen, unterschiedliche Antworten – aber die gleichen Keywords.
Praxisbeispiel: Wie fehlende KI-Optimierung Anfragen kosten kann
Ein Inhaber eines mittelständischen Sanitärbetriebs aus Niedersachsen, investierte 2023 ĂĽber 12.000 Euro in klassische SEO. Seine Website rankte hervorragend fĂĽr „Sanitär Notdienst Region Hannover“.
Das Problem: Die Anfragen gingen trotzdem zurĂĽck.
Der Grund: Seine Konkurrenten hatten ihre Websites so aufgebaut, dass sie auf spezifische Problemsituationen eingingen:
- Schritt-fĂĽr-Schritt-Anleitungen mit Bildern
- Videos, die häufige Probleme zeigten
- FAQ-Bereiche, die echte Kundenfragen beantworteten
- Alt-Texte bei Bildern, die genau beschrieben, was zu sehen war
Als ein Hausbesitzer ein Bild seines ĂĽberlaufenden Bads hochlud und fragte „Wie dringend ist das?“, tauchte Michaels Website nicht auf. Die Konkurrenz schon.
Die Lösung: Michael strukturierte seine Website komplett um:
- Er erstellte bebilderte Problemlösungs-Guides
- Er versah jedes Bild mit präzisen, beschreibenden Alt-Texten
- Er baute eine FAQ-Sektion mit echten Kundenanfragen auf
- Er integrierte strukturierte Daten (Schema.org)
Das Ergebnis: Innerhalb weniger Monate verbesserte sich seine Sichtbarkeit bei kontextuellen und problembezogenen Suchanfragen deutlich.
Gleichzeitig stieg der Anteil qualifizierter Anfragen spĂĽrbar an.
Der geschätzte Umsatzverlust durch die vorherigen 18 Monate schlechter Sichtbarkeit: etwa 40.000 Euro.
Ihre 5-Punkte-Checkliste: So machen Sie Ihre Website KI-bereit
1. Denken Sie in Szenarien, nicht in Keywords
Statt: „Meine Website muss fĂĽr ‚Heizungsinstallation‘ ranken“
Besser: „Welche konkreten Situationen fĂĽhren dazu, dass jemand einen Heizungsinstallateur braucht?“
- Heizung fällt im Winter aus (Notfall)
- Neubau benötigt Heizungssystem (Planung)
- Alte Heizung austauschen (Modernisierung)
- Heizkosten zu hoch (Optimierung)
Erstellen Sie fĂĽr jedes Szenario eigene, kontextualisierte Inhalte.
2. Machen Sie Bilder "lesbar" fĂĽr KI
Jedes Bild auf Ihrer Website braucht einen präzisen Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist:
Schlecht: alt=“Heizung“
Gut: alt=“Moderne Gas-Brennwertheizung mit digitalem Thermostat, Installation in Einfamilienhaus“
Warum das wichtig ist: KI-Systeme nutzen diese Beschreibungen, um zu verstehen, welche Lösungen Sie anbieten.
3. Strukturierte Daten implementieren
Schema.org-Markup hilft KI-Systemen, Ihre Inhalte zu verstehen:
- LocalBusiness (Ihr Unternehmen)
- Service (Ihre Dienstleistungen)
- FAQPage (Ihre Fragen und Antworten)
- HowTo (Anleitungen)
Kein technisches Know-how? Tools wie Rank Math oder Yoast SEO (für WordPress) können das technisch stark vereinfachen – vorausgesetzt, Inhalte und Felder sind sauber gepflegt.
4. Bauen Sie eine intention-basierte FAQ-Sektion
Sammeln Sie die echten Fragen Ihrer Kunden und beantworten Sie sie ausfĂĽhrlich:
„Ist ein tropfender Wasserhahn ein Notfall?“
„Kann ich eine Gastherme selbst warten?“
„Woran erkenne ich, dass meine Heizung ausgetauscht werden muss?“
Pro-Tipp: Nutzen Sie die „Ă„hnliche Fragen“-Box bei Google, um zu sehen, was Menschen wirklich fragen.
5. Erstellen Sie multimediale Inhalte
Kombinieren Sie verschiedene Formate:
- Text mit eingebetteten Bildern
- Kurze Erklärvideos (1-2 Minuten)
- Vor-Nachher-Fotos von Projekten
- Schritt-fĂĽr-Schritt-Anleitungen mit Fotos
Wichtig: Jedes Format braucht beschreibende Texte, damit KI versteht, was gezeigt wird.
Der Psychologie-Faktor: Warum Intention-basierte Inhalte besser verkaufen
Menschen treffen Kaufentscheidungen nicht rational, sondern emotional. Wenn Ihre Website die konkrete Sorge eines Kunden adressiert, passieren drei Dinge:
- Vertrauen entsteht: „Die verstehen mein Problem“
- Kompetenz wird wahrgenommen: „Die wissen, wovon sie reden“
- Handlungsdruck wird erzeugt: „Die können mir jetzt helfen“
Das ist klassisches Neuromarketing: Sie sprechen nicht das rationale Gehirn an („Wir bieten Sanitärdienstleistungen“), sondern das emotionale („Wir verstehen, wie stressig ein Wasserrohrbruch ist – und wir sind in 60 Minuten bei Ihnen“).
Was Sie heute noch tun können (konkrete erste Schritte)
Diese Woche:
- Gehen Sie durch Ihre Website und ergänzen Sie bei allen Bildern aussagekräftige Alt-Texte
- Erstellen Sie eine Liste mit den 10 häufigsten Fragen Ihrer Kunden
Nächste Woche:
- Schreiben Sie zu jeder dieser Fragen einen ausführlichen Beitrag (300-500 Wörter)
- FĂĽgen Sie zu jedem Beitrag mindestens ein relevantes Bild hinzu
In den nächsten 4 Wochen:
- Implementieren Sie strukturierte Daten (mit einem Plugin oder durch einen Entwickler)
- Erstellen Sie fĂĽr Ihre Top-3-Dienstleistungen jeweils eine szenario-basierte Landingpage
Die Wahrheit, die niemand gerne ausspricht
Ihre Konkurrenten optimieren bereits. Während Sie diesen Artikel lesen, verlieren Sie potenzielle Kunden an Unternehmen, die ihre Websites für die neue Realität angepasst haben.
Die gute Nachricht: Es ist nicht zu spät. Aber das Zeitfenster wird kleiner.
Die Unternehmen, die 2026 und 2027 dominieren werden, sind nicht die mit dem größten Marketingbudget. Es sind die, die verstanden haben, wie ihre Kunden heute suchen – und ihre Inhalte entsprechend aufbereitet haben.
Investition statt Kosten: Was KI-optimierte Sichtbarkeit wirklich bedeutet
Sie investieren nicht in „SEO“ oder „Content“. Sie investieren in:
- Mehr qualifizierte Anfragen – Menschen, die genau das suchen, was Sie anbieten
- Höhere Conversion-Rates – Besucher, die verstehen, dass Sie ihre Lösung sind
- Langfristige Sichtbarkeit – Eine Website, die auch in 2-3 Jahren noch funktioniert
- Wettbewerbsvorsprung – Während andere nachziehen müssen, haben Sie bereits die Nase vorn
Die Frage ist nicht, ob Sie sich das leisten können. Die Frage ist, ob Sie sich leisten können, es nicht zu tun.
Bereit für den nächsten Schritt?
Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten:
Option 1: Sie legen diesen Artikel zur Seite, nehmen sich vor, „irgendwann mal“ etwas zu ändern – und wundern sich in 6 Monaten, warum Ihre Konkurrenz an Ihnen vorbeizieht.
Option 2: Sie nutzen das Momentum. Sie erkennen, dass die Veränderung bereits im Gang ist. Und Sie entscheiden sich, zu den Gewinnern zu gehören.
Wir helfen Ihnen, Ihre Website zukunftssicher zu machen:
- Analyse Ihrer Website-Struktur und Inhalte im Hinblick auf KI-lesbare, intentionsbasierte Auffindbarkeit
- Konkrete Handlungsempfehlungen fĂĽr Ihre Branche
- Umsetzungsplan, der auch ohne Marketing-Abteilung funktioniert
- Priorisierung nach Quick Wins und langfristiger Strategie
Kontaktieren Sie uns fĂĽr ein kostenlosen Website-Check und erfahren Sie, welches Potenzial in Ihrer Website steckt, wenn sie richtig aufbereitet ist.
Joline Siegwarth
Häufig gestellte Fragen zu GEO-Optimierung
Warum sind multimodale Anfragen heute wichtiger als je zuvor?
Multimodale Anfragen kombinieren Text und Bild und ermöglichen es Nutzern, ihre Fragen komplexer zu formulieren, was von modernen KI-Systemen besser verstanden wird.
Was bedeutet es, Inhalte fĂĽr KI-gestĂĽtzte Anfragen zu optimieren?
Es bedeutet, dass Texte und Bilder miteinander verknĂĽpft werden, um den Nutzern eine kontextualisierte Antwort zu bieten, die ĂĽber einfache Stichworte hinausgeht.
Wie kann ich sicherstellen, dass meine Website fĂĽr Bildanfragen sichtbar ist?
Nutzen Sie strukturierte Daten, Alt-Texte und beschreiben Sie visuelle Inhalte detailliert, damit die KI sie im Kontext der Anfrage verstehen kann.
*Dieser Beitrag ist ein Teamwork aus Mensch und Maschine – einige Textinhalte und Bilder wurden mit KI-Unterstützung erstellt oder überarbeitet.